Hier finden Sie ein monatliches Rundschreiben mit Aktuellem aus der Gesetzgebung und Rechtsprechung in kompakter Form zum Download.

 

Mandantenrundschreiben 10-2020.pdf
PDF-Dokument [762.8 KB]

Aktuelle Meldungen:

Senkung der Mehrwertsteuersätze im Zeitraum

01.07. - 31.12.2020!

Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hat sich am 03.06.2020 auf ein Konjunkturprogramm geeinigt, in dem u.a. die Senkung der Umsatzsteuersätze von 19% auf 16% bzw. des ermäßigten Steuersatzes von 7% auf 5% beschlossen wurde. Die Ermäßigung soll gelten für den Zeitraum 01.07.2020 bis 31.12.2020 . 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/konjunkturpaket-1757482

(siehe auch pdf-Datei "Absenkung des Umsatzsteuersatzes" oben)

 

PRAXISTIPP: Alle Unternehmen können Ihren Mitarbeitern den neuen

1.500-Euro-Steuerfrei-Bonus gewähren. Er ist nicht auf Unternehmen beschränkt, die direkt vom Corona-Virus betroffen sind.

 

Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder hat das BMF Folgendes beschlossen (BMF, Schreiben vom 09.04.2020, Az. C 5 - S 2342/20/10009 :001, Abruf-Nr. 215201):

- Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern in der Zeit vom 01.03.2020 bis zum 31.12.2020 aufgrund der Corona-Krise Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro nach § 3 Nr. 11 EStG steuerfrei in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewähren.

- Voraussetzung ist, dass diese zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden.

- Aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Betroffenheit durch die Corona-Krise kann allgemein unterstellt werden, dass ein die Beihilfe und Unterstützung rechtfertigender Anlass i. S. v. R 3.11 Abs. 2 S. 1 LStR vorliegt.

- Nicht unter die Steuerbefreiung fallen Zuschüsse, die ein Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld leistet. Auch Zuschüsse, die der Arbeitgeber als Ausgleich zum Kurzarbeitergeld wegen Überschreitens der Beitragsbemessungsgrenze leistet, fallen weder unter die vorstehende Steuerbefreiung noch unter § 3 Nr. 2 Buchst. a EStG.

- Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen, Bewertungsvergünstigungen oder Pauschalbesteuerungsmöglichkeiten (wie z. B. § 3 Nr. 34a, § 8 Abs. 2 S. 11, § 8 Abs. 3 S. 2 EStG) bleiben davon unberührt und können zusätzlich gewährt werden.

 

Soforthilfe Corona

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

 

Informationen hierzu und den Antrag finden Sie hier:

https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Vorsicht bei der Beantragung von Soforthilfen

Bitte beachten Sie den Passus auf Seite 2 der entsprechenden Erklärung (Antrag), in welcher es heißt:

Ich erkläre, dass der durch die Corona-Krise verursachte Liquiditätsengpass nicht mit Hilfe von Entschädigungsleistungen, Steuerstundungen, sonstigen Eigenmitteln oder Liquiditätsmaßnahmen ausgeglichen werden kann.
Ich versichere an Eides statt, dass ich alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsgetreu gemacht habe. Mir ist bekannt, dass vorsätzlich oder leichtfertig falsche oder unvollständige Angaben sowie das vorsätzliche oder leichtfertige Unterlassen einer Mitteilung über Änderungen in diesen Angaben die Strafverfolgung wegen Subventionsbetrug (§ 264 StGB) zur Folge haben können.

 

UPDATE 01.04.2020:

Private liquide Mittel müssen nicht (mehr) vorranging zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden.

Der Soforthilfeantrag ist ausschließlich online zu stellen!

 

UPDATE 15.04.2020:

Bundesministerium der Finanzen:

Eine etwaige Überkompensation der Zuschüsse für betriebliche Aufwendungen ist zurückzuzahlen.

Die Soforthilfe ist steuerpflichtig und wird im Rahmen der Gewinnermittlung berücksichtigt.

 

Weitere Hinweise zur aktuellen Situation und Hilfen für Unternehmen finden Sie auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Schlaglichter/Corona/corona.html